Geisenfelder Zeitung, Mittwoch, 27. Juni 2024

Vorreiter für den Landkreis Pfaffenhofen

Bürgermeister würdigt „gigantisches Engagement“ des Geisenfelder Bürgerrings

Von Christa Thurner

Geisenfeld - Knapp 200000 Euro Spenden konnte der Bürgerring Geisenfeld im Jahr 2023 für wohltätige Zwecke einsetzen und für 2024 sind bereits weitere Unterstützungsgelder eingeplant. Mit großer Begeisterung präsentierte der Vorsitzende Günter Reith den Besuchern der Jahreshauptversammlung jetzt das Ergebnis.


Einstimmig bestätigt wurde der Vorstand des Geisenfelder Bürgerrings um den Vorsitzenden Günter Reith (Mitte).

In einem kurzen Diavortrag ließ der Vorsitzende das vergangene Jahr Revue passieren. Viele verschiedene Spendenprojekte wurden initiiert wie zum Beispiel die Anschaffung einer Rikscha für Tagespflege und Seniorenheim in Geisenfeld, das Aufstellen eines Dorfkreuzes in Untermettenbach oder die Übergabe eines Schecks für den Weihnachtswunschbaum, um nur einige wenige zu nennen. Reith hob das großartige Engagement der Mitarbeiter hervor, den Teamgeist, die vielen kreativen Ideen und vor allem den Zusammenhalt.

Der Bericht der geschäftsführenden Vorsitzenden Mariele Stark zeigte die inzwischen beachtliche Zahl von insgesamt 73 ehrenamtlichen Helfern auf. Auch Stark bedankte sich für die große Unterstützung und war besonders erfreut über die Entwicklung, dass sich immer mehr auch die jüngere Generation für dieses Ehrenamt, das von einem großen sozialen Engagement und Nachhaltigkeitsgedanken getragen wird, interessiere. Die Zahl der überaus zufriedenen Kunden wachse rasant und derzeit stünde so viel Ware zur Verfügung wie noch nie. Dass man sich von der Zwangspause durch Corona inzwischen völlig erholt hat, machten die Ausführungen von Kassenwartin Margit Steinberger deutlich: Der Umsatz mit 213000 Euro an 214 Verkaufstagen spricht für sich. Das kommt einem Tagesdurchschnittsumsatz von fast 1000 Euro nah. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenke, dass der Durchschnittspreis eines Artikels bei 1,49 Euro liegt. An Spenden wurden im letzten Jahr über 191000 Euro ausgegeben, wovon 126000 Euro in Geisenfeld verblieben. Für das laufende Jahr sind noch die in der Jahreshauptversammlung bewilligten Spenden hinzuzurechnen (siehe unten).

Mit der Aussage „Dies alles sind aber nur die messbaren Umsätze“ wies Reith anschließend noch einmal auf den großen Einsatz der Mitglieder sowohl im Shop als auch hinter den Kulissen hin. Diese Hilfsbereitschaft und die Arbeit, die dahinterstecke, ließen sich nicht in Worte fassen. Geisenfeld sei ein Vorzeigeobjekt für alle umliegenden Ortschaften, die mit den Jahren ähnliche Projekte ins Leben gerufen hätten.

Bei der anschließenden Wahl war es angesichts der positiven Bilanz und der guten Zusammenarbeit im und mit dem Vorstand keine Überraschung, dass beinahe die gesamte Führungsriege im Amt bestätigt wurde. Neu hinzugekommen sind als stellvertretender Vorsitzender Werner Thorwarth und als stellvertretender geschäftsführender Vorsitzender Jakob Lang. Für Hilde Heckmeier, die nicht mehr für das Amt des Schriftführers kandidierte, wurde Wolfgang Haenscheid gewählt. Reith bedankte sich mit einem Blumenstrauß sowohl bei ihr als auch bei Elfriede Sengl, die nicht mehr für den Beisitz zur Verfügung stand.

Der neue Vorstand besteht somit aus dem Vorsitzenden Günter Reith, dem stellvertretenden geschäftsführenden Vorsitzenden Jakob Lang, dem stellvertretenden Vorsitzenden Werner Thorwarth, der geschäftsführenden Vorsitzenden Mariele Stark, dem Schriftführer Wolfgang Haenscheid, Kassenwartin Margit Steinberger sowie den Beisitzern Roswitha Russ, Jutta Günnewig, Emmi Credet, Marianne Gigl und Peter Russ.

Nach ein paar kurzen Worten durch Geisenfelds Bürgermeister Paul Weber (USB), in denen er die große Dankbarkeit und den Stolz der Stadt Geisenfeld gegenüber dem „gigantischen Engagement“ des Bürgerrings zum Ausdruck brachte, wurde zunächst noch über die Mittelvergabe abgestimmt und der Abend dann in gemütlicher Runde beschlossen.

DA GEHT DAS GELD HIN

In ihrer Jahreshauptversammlung bewilligten die Mitglieder des Geisenfelder Bürgerrings folgende Spenden:

• Persönliches Leid kann der Verein nicht lindern, jedoch wenigstens finanziell unterstützen. Die Familie des beim Hochwasser verunglückten Feuerwehrmanns aus Ehrenberg wird hierzu 2000 Euro erhalten.

• Über den Verein Familien in Not unterstützt der Bürgerring die Menschen im Landkreis, die vom Hochwasser am schwersten betroffen sind und sich nicht aus eigener Kraft aus ihrer Lage befreien können mit 10000 Euro.

• Für alle Geisenfelder Feuerwehren gemeinsam sollen elf Hochleistungs-Feuerwehrsauger angeschafft werden, die bei Bedarf von jeder der Wehren in Anspruch genommen werden können. Der Verein übernimmt hierfür die Kosten in Höhe von gut 10000 Euro.

• Durch die geplante Krankenhausreform und die zu erwartende Reform der Notfall-Versorgung steht der Verein Leben retten vor großen vor allem finanziellen Herausforderungen. Hier einen Beitrag zu leisten, war ebenfalls ein Anliegen des Vereins und er gewährt einen Zuschuss von 10000 Euro.

• Mit seiner Spende über 2000 Euro unterstützt der Verein die Uniklinik Ostbayern, die unter anderem krebskranke und körperbehinderte Kinder behandelt, in der Intensiv-Betreuung der Patienten und bei der Anschaffung neuer Geräte.

• Das Sozialtherapeuthische Zentrum Prop hat den Antrag auf Bezuschussung einer Kippbratpfanne gestellt, der mit 1000 Euro bewilligt wurde.

• Die Offenen Hilfen von Regens Wagner Pfaffenhofen erhalten für die Anschaffung eines Autos einen Zuschuss von 5000 Euro. Hierfür bedankte sich Anna Helmke, die Leiterin der Offenen Hilfen, sehr herzlich.

• Die Wartung der stadteigenen Defibrillatoren wird mit 1300 Euro bezuschusst.

• Für das Heimatmuseum Geisenfeld übernimmt der Bürgerring die Kosten über 3570 Euro für die Anschaffung eines Transportrollwagens für die Kühltheke. Diese kann dann bei Bedarf auch von anderen Geisenfelder Vereinen kostenlos ausgeliehen werden.


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