Geisenfeld -
Seit einem Vierteljahrhundert übertrifft
der
Bürgerring Geisenfeld sich regelmäßig
selbst – auch heuer
fiel die Bilanz durchweg positiv
aus. Inzwischen hat der Verein
knapp 1,3 Millionen Euro für
unterschiedlichste Projekte gespendet.
Weshalb er nicht nur
in den Augen von Geisenfelds
Bürgermeister Paul Weber
(USB) ob seines herausragenden
ehrenamtlichen Engagements
für die Stadt und ihre
Bürger als „unverzichtbar“ gelten
darf.

Zu den jüngst geleisteten Spenden des Bürgerrings gehören
auch
15 000 Euro für einen Ersatz-Notarztwagen, den Vertreter des
Bürgerrings
und der Rettungswache Geisenfeld am Volksfestfreitag vor
dem Shop des Vereins an den BRK Kreisgeschäftsführer
Herbert
Werner (Zweiter von rechts) übergab. Foto: BRK
Günter Reith freute
sich als
Vorsitzender, neben 40 der insgesamt
130 Mitglieder unter
den Gästen der Hauptversammlung
im Geisenfelder
Hof auch Vertreter von Vereinen
sowie Bürgermeister
Paul Weber begrüßen zu können.
Die Zusammenarbeit mit
Stadt und Bauhof klappe sehr
gut und sei eine Win-win-Situation
für beide Seiten, konstatierte
er.
Jüngste Beispiele
für ein Engagement
im Geist des Vereinsmottos „Miteinander-Füreinander“ ließ er
in Wort und Bild Revue passieren. Dazu
zählten die Anschaffung eines
Spielmobils für Geisenfelder
Vereine und die Bereitstellung
von Bildtafeln, die an besonderen
Plätzen ein Schlaglicht auf
die Vergangenheit der Stadt
werfen (für die Ortsteile sind
weitere geplant). Gerne habe
man die Disco auf dem Rottenegger
Berg unterstützt, so Reith, der verriet, dass man
nun über eine Veranstaltung
für ältere Mitbürger nachdenke.
An der Aktion „DemChristkind
helfen“ will man sich
heuer ebenso wieder beteiligen,
wie an der Waldweihnacht
des Sängervereins. Als gut angenommen
wertete Reith den
vom Verein geförderten Zugang
zur Ilm, der allerdings aktuell
hinsichtlich der wuchernden
Pflanzen Pflege brauche.
Der Bürgermeister versprach,
sich hier um eine Lösung zu
bemühen.
Die „gigantische
25-Jahrfeier“,
an deren Organisation viele
Vereine und die Stadt mitgewirkt
hatten, hat für Reith eindrücklich
gezeigt: „Es kommt
etwas zurück.“ Die Ehrung des
Landkreises, eine Würdigung
des Vorsitzenden der Deutschen
Stiftung Engagement
und Ehrenamt DSEE als
Leuchtturm-Projekt und das
Interesse von Politikern unterschiedlicher
Parteien an der
Arbeit des Bürgerring wertete
er als „Schulterklopfen“ für die
Arbeit Mitstreiter. Weitere Höhepunkte
des Vereinslebens
waren eine Einladung in den
Landtag und zur Besichtigung
der Brauerei Weihenstephan
sowie der Sommerempfang
auf Schloss Schleißheim.
„Wer kauft eigentlich
im Bürgerring
ein?“ – diese ihr oft gestellte
Frage, beantworte die
geschäftsführende Vorsitzende
Mariele Stark mit einem Hinweis
auf eine in jeder Hinsicht
bunt gemischte Kundschaft, zu
der auch immer mehr junge
Leute gehören würden – wohl
auch, weil die durch den Verkauf
gespendeter Ware gelebte
Idee der Nachhaltigkeit zunehmend
verfange. Dem 63-köpfigen
Shop-Team gehören Menschen
aus acht Nationen an – auch das sei ein schönes
Zeichen
des „Miteinander-Füreinander“,
so Stark. Seit einiger
Zeit beobachtet sie ein besonders
Phänomen: Die Menschen,
die Waren anliefern „danken uns dafür,
dass wir die
Dinge annehmen“. Begründet
werde dies mit dem guten Gefühl,
dass Erbstücke für die
man selber keine Verwendung
oder keinen Platz mehr hat,
hier wertgeschätzt und noch
einem guten Zweck zugeführt
werden.
Gute Nachrichten konnte
Schatzmeisterin Margit Steinberger
verkünden: Der Shopumsatz
steigt ungebrochen
weiter – von einst 71 Euro pro Öffnungstag
auf heuer 937
Euro. Im Berichtszeitraum von
Januar 2022 bis jetzt konnten
infolgedessen rund 250 000
Euro an Spenden ausgeschüttet
werden.
Künftig sollen
auch Organisationen
außerhalb der Stadt
Geisenfeld, die als gemeinnützig
anerkannt sind, auf Antrag
Spenden erhalten können – sofern
die Hauptversammlung
dem Ansinnen zustimmt. Eine
entsprechende Satzungsänderung
(die auch eine Erweiterung
des Vorstands ab der
nächsten Wahl vorsieht) wurde
gegen vier Stimmen angenommen.
|