Geisenfeld (GZ)
Rund eine
Million Euro hat der Geisenfelder
Bürgerring in 21 Jahren erwirtschaftet.
Angesichts dieses
sensationellen Erfolgs wollte
Bürgermeister Christian Staudter
bei der Jahresversammlung
nur noch in Superlativen
schwelgen.

Nicht nur bei Regen hat
der Bürgerring – hier vertreten durch Günter Reith
und Maria Stark –
die „Schirmherrschaft“ über
die Neugestaltung des Lehnerbergs am Fuße der
Klostermauer übernommen. Der Verein spendet 5000 Euro für
die Maßnahme
und steuert Vorschläge für die weitere
Gestaltung bei. (Foto: Zurek)
Der Kassenbericht,
den Margit
Steinberger am Montag den
rund 50 Besuchern vortrug,
wies Einnahmen von über
155 000 Euro – im Schnitt rund
728 Euro an jedem der 213 Öffnungstage – aus.
Davon wurden
135 000 Euro an Vereine, Organisationen
und die Kommune
ausgeschüttet. Eine „gigantische
Leistung“, wie es der Vorsitzende
Günter Reith in seinem
Dank an die 62 ehrenamtlichen
Helfern formulierte. Sie
alle seien Garanten dieses „einzigartigen
Erfolgsrezepts“, zu
dem ein „in jeder Hinsicht gepflegter
Auftritt des Bürgerring
von der Homepage über die
Shopräume nebst Außenanlagen
bis zur Kassenführung“ gehöre.
Man könne wohl sagen,
dass man „der einzige Geber-Verein der Stadt“ sei,
so Reith
mit einem Augenzwinkern in
Richtung Rathauschef, der diese
Einschätzung bestätigte. Die
Stadt sei einer der „Nehmer“ und profitiere vom „sensationellen
ehrenamtlichen Engagement“,
so Staudter, der unter
anderem die Bürgerbus-Spende
und die Zahlungen in den
Sozialfonds erwähnte, dank derer
man in Not geratenen Menschen
unbürokratisch helfen
könne.
In seinem Rückblick
hob
Reith die auch dank der Mitwirkung
vieler befreundeter Vereine
rundum gelungene Feier
zum 20-jährigen Bestehen hervor.
Welche Wertigkeit man
dem Bürgerring zumesse, habe
die Vielzahl der Ehrengäste gezeigt.
Auch eine Stadtführung
durch Mainburg, die Besichtigung
der GSB oder die vom Verein
organisierte Waldweihnacht
im Forst von Ainau, die
am 15. Dezember eine Wiederholung
erleben soll, ließ der
Vorsitzende Revue passieren.
Gefreut habe man sich über die
Garde- und Schäfflerauftritte
und die Extra-Vorführung der
neuen Drehleiter, betonte
Reith, der auch auf eine geplante
Premiere hinwies: die Aufstellung
eines eigenen Maibaums.
Weitere Vorhaben für
2019 sind ein Ausflug ins Granitzentrum
Hauzenberg nebst
Fahrt auf dem Kristallschiff am
29. Mai. Die Eintrittsgelder für
Mitglieder übernimmt Steinmetz
Günther Pichlmeier. Zudem fließt
der Gewinn aus einer
Spendenaktion in Höhe von 600
Euro in die Finanzierung ein,
so dass Mitglieder nur 10 Euro,
alle anderen 20 Euro zahlen.
Sechs Plätze sind noch frei.
Als geschäftsführende
Vorsitzende
des Bürgerring konstatierte
Maria Stark kurz und knackig: „Der Shop läuft
gut.“ Wie
eine Auswertung des Verkaufs
nach Warengruppen zeige, erwirtschafte
man 51 Prozent des
Umsatzes mit Damen- und
Herrenbekleidung, 15 Prozent
mit Geschirr und 14 Prozent mit
Kinderkleidung. Acht Prozent
entfallen auf Schuhe und Handtaschen
und sechs Prozent auf
Bücher. Der Rest auf Möbel und
sonstige Gegenstände. Immer
mehr junge Menschen zählt der
Shop zu seinen Kunden – darunter
eine treue Gruppe von
Studentinnen aus München
und Landshut. Auch an Waren
fehlt es nicht, wodurch Auswahl
und Qualität steigen. Statt wie
früher jährlich, erhalte man inzwischen
monatlich zwei bis
drei Mal eine komplette Wohnungsauflösung,
betonte Stark,
die allen Helfern, Kunden und
Spendern dankte. Auch was
nicht verkäuflich ist, werde als
Altkleider oder Alteisen verwertet –
und bringe so „den einen
oder anderen Cent“.
Eine detaillierte Aufstellung
der Einnahmen und Ausgaben
(darunter neben den Ausschüttungsbeiträgen
13 200 Euro für
Miete und Strom) des 41 Mitglieder
zählenden Vereins lieferte
Steinberger in ihrem Finanzbericht.
Kassenprüferin
Gabriele Bachhuber bescheinigte
auch im Namen ihrer
Amtskollegin Evi Steinberger
eine „mehr als nur ordentliche
Buchführung“. Und die Entlastung
des Vorstands geriet auf
diese Weise natürlich zu einer
reinen Formsache.
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