Geisenfeld (GZ)
Bei herrlichem Sonnenschein hat der Bürgerring am Sonntag
sein 20-jähriges Bestehen mit Hunderten Gästen gefeiert.
Höhepunkt war eine bunte Modenschau, mit der die breite
Vielfalt des Shop-Angebotes demonstriert wurde.
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Die Modenschau war
der optische Höhepunkt der 20-Jahr-Feier des Bürgerrings – wobei
die beiden Clowns (oben)
bewusst keinen Wert auf
Eleganz legten.
Schon am Vormittag
waren die Bierbänke unter den Schatten spendenden Partyzelten
gut belegt. Nicht unbemerkt blieben die üppigen Rosenrabatte,
die dekorierten Schaufenster des Shops und das gepflegte Ambiente
von Gebäude und Anlage an der Augsburger Straße – alles
in Eigenregie und in vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden
verwirklicht, wie der Vorsitzende Günter Reith betonte.
Die Geburtstagsgäste – neben
den Rednern auch Vertreter der Geistlichkeit – genossen
zu den Klängen der Stadtkapelle beim Frühschoppen
die bayerischen Schmankerl, die von den Feuerwehren serviert
wurden, oder einen Ratsch bei Kaffee und Kuchen.
Allerorten
sah man Vertreter der Vereine als „Servicepersonal“ agieren. „Ganz
gleich, wen ich um Hilfe gebeten habe, sofort war die Zusage
da“, freute sich Reith über diese Form des Dankes.
Die kommt nicht von ungefähr, flossen aus der Bürgerringkasse
in den vergangenen 20 Jahren doch über 600 000 Euro unter
anderem in die Unterstützung der Vereine.
Bis nach Berlin ist
diese Kunde schon gedrungen – dank Ex- Ministerpräsident
und jetzigem Innenminister Horst Seehofer (CSU), der den Shop
bei früherer Gelegenheit persönlich erkundet hatte.
So durften sich die Helfer über ein Schreiben freuen,
in dem Seehofer ihnen von ganzem Herzen für ihr großes
Engagement mit Vorbildcharakter dankt. Unterdem Motto „Miteinander
füreinander“ agierten sie mit viel Herzblut und
einer pfiffigen Idee zum Wohle der Gemeinschaft, weshalb sie
ganz zu Recht an diesem Tag einmal selber im Mittelpunkt stehen
würden, so Seehofer.
Als Mitglied des Bundestages
schloss sich Erich Irlstorfer (CSU) dem Lob an. Trotz seines
vollen Terminkalenders sei es ihm „aus Respekt“ wichtig
gewesen, vorbeizuschauen. Denn was hier über zwei Jahrzehnte
an unbändiger Kraft in das Miteinander geflossen ist,
sei wohl im ganzen Freistaat einmalig.
Landrat Martin Wolf
(CSU) hob die wachsende soziale Bedeutung des Bürgerrings,
der mit seinem besonderen Konzept „richtig und beispielhaft
unterwegs“ sei, als Säule des Zusammenlebens hervor.
Dass in Geisenfeld schon der Nachwuchs solches Engagement als „ ganz
normale Einrichtung“ erlebe, wertete er als vorbildlich.
Denn für Probleme jeder Art gelte: „Alles, was wir
selber lösen können, ist besser als jede gesetzliche
Regelung.“
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Die Stadtkapelle unterhielt
die Gäste. Die Gründungsmittglieder wurden von MdB Erich Irlsdorfer,
Landrat Martin Wolf
und Bürgermeister Christian Staudter geehrt.
Staudter von den Unabhängigen
Sozialen Bürgern sah inden vielen Besuchern ein Zeichen
der Anerkennung für einen Verein, dessen Erfolg auf der
Basis „selbstloser Mitarbeiter“ ruhe, die sich
nichts aus der Vereinskasse gönnen – nicht einmal
ein Mittagessen einmal im Jahr. Diese Einstellung erntete spontanen
Applaus. Als Riesenglücksfall bezeichnete er die geschäftsführende
Vorsitzende Mariele Stark, von deren Fachkompetenz der Verein
profitiere. Als Motor mit besten Beziehungen nicht nur zum
Ex-Ministerpräsidenten dürfe der Vorsitzende Günter
Reith gelten, demmannur schwer einen Wunsch abschlagen könne.
Würde er als Bürgermeister den Bürgerring nicht
nach Kräften unterstützen, wäre er „der
Dümmste in der Region“, so Staudter. Schließlich
fördere dieser nicht nur Vereine und Kultur aus seinen
Erlösen, sondern sorge für „einen Notgroschen“, über
den die Stadt verfügen könne, wenn es etwa gelte
Obdachlosigkeit abzuwenden. Als Vergelt’s Gottgabes ein
weit reichendes Versprechen: Sollte die Gemeinde je das jetzige
Gelände überplanen, werde das „Warenhaus“ mit
dem unerschöpflichen Sortiment hier immer seinen Platz
behalten.
In die Reihe der Gratulanten
fügte sich etwas verspätet auch der Landtagsabgeordnete
Karl Straub (CSU) ein, gerade als man zu Ehren der „Gründungsväter
und -mütter“ die Bayernhymne anstimmte. Die bereits
bei der Jahreshauptversammlung Ausgezeichneten erhielten eine
Ehrennadel mit dem Motiv des Bundestagsgebäudes, Reith
bekam überdies einen Satz edler Manschettenknöpfe.
Zum Höhepunkt
des Tages geriet die Modenschau, moderiert von Eberhard Holberg,
einem Rheinländer und Tennisfreund des Vorsitzenden. Die
Zuschauer staunten nicht schlecht, was es bei dieser Institution
zum Preis „einer Halben Bier“ für schicke
und zugleich hochwertige Stücke zu erwerben gibt. Die
ehrenamtlichen Models – darunter Jugendliche des TriTeams – präsentierten
vomsommerlich luftigen Cocktailkleid über bequeme Outdoor-
und Sportkombinationen bis hin zu Trachten und Abendkleidern
ein buntes Spektrum trendiger Mode. Wenig Sinn für Eleganz
zeigten lediglich die beiden Clowns, die sich – sehr
zur Freude des Publikums – ein wenig eigenwillig aus
dem Fundus der „Kollektion Bürgerring“ bedient
hatten.
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Voll und ganz setzten
sich die Models bei der Modenschau ein. Zum Abschluss zeigten
die Illm River Dancer
ihr Können.
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