Geisenfelder Zeitung, Samstag, 14. April 2018

Seit 1998 über 600 000 Euro gespendet

Allein 2017 hat der Bürgerring über 137 000 Euro erwirtschaftet – Führungsteam wiedergewählt

Von Maggie Zurek

Geisenfeld (GZ) Über 600 000 Euro hat der Bürgerring Geisenfeld seit seiner Gründung vor 20 Jahren gespendet. Angesichts dieser „grandiosen Leistung“ gingen Bürgermeister Christian Staudter in seiner Laudatio anlässlich der Jahreshauptversammlung – bei der die Führung des Vereins bestätigt wurde –„die Superlative aus“.


Dem wiedergewählten Bürgerring-Vorsitzenden Günter Reith stehen (von links) die
geschäftsführende Vorsitzende Mariele Stark, Schriftführerin Hilde Heckmeier,
Kassierin Margit Steinberger,
die Ausschussmitglieder Evi Reith, Elfriede Sengl und Peter Russ
sowie die Shopleiter Roswitha Russ und Jakob Lang zur Seite

Alles funktioniere „wie ein Uhrwerk“; bei dem „kein Radl ausfällt“, sprach auch der bei den Neuwahlen im Amt bestätigte Vorsitzende Günter Reith den rund 50 ehrenamtlichen Helfern im Verkauf und hinter den Kulissen bei der Sitzung im Geisenfelder Hof seinen Dank aus. „Es gibt immer was zu tun“, betonte er mit Blick auf das steigende Arbeitsaufkommen, das die Beliebtheit des Shops mit sich bringe. Unter anderem hatte man einen Unterstellplatz für den vereinseigenen Hänger und die Mülltonnen gebaut und weitere Regale im Keller angebracht. Zu den Höhepunkten der sonstigen Aktivitäten des Vereins zählte er einen Besuch in Berlin nebst Begegnung mit Minister Horst Seehofer.

Als geschäftsführende Vorsitzende bescheinigte Mariele Stark den rund 50 Gästen, dass sie gemäß dem Motto des Vereins „Miteinander füreinander“ ihren Beitrag zum Gelingen des Bürgerring-Konzepts beigetragen hätten – als zahlendes Mitglied, Helfer, Spender, Käufer oder Verbreiter der Idee. Sogar aus Mindelstetten, Landshut oder Pfaffenhofen reisen Kunden an, um im „BÜZ“ (sprich Bürgerring-Zentrum) zu shoppen. „Da ist am Samstag oft mehr los,als in den Supermärkten“, beobachtet etwa Johann Rottler. Die ehrenamtlichen Helfer könnten sich ruhig mal selber was gönnen, meinte der Feuerwehrkommandant mit Blick auf die bisher privat finanzierten Ausflüge. Das sieht auch Kulturreferentin Henriette Staudter so, die nun einen Zuschuss der Stadt beantragen will.

Von einer wohl einmaligen Erfolgsgeschichte legte das Zahlenwerk Zeugnis ab, das Kassierin Margit Steinberger für den hundert Mitglieder zählenden Verein vortrug. Im vergangenen Jahr hatte der Bürgerring-Shop an 212 Öffnungstagen mit dem Verkauf gespendeter Waren 137 640 Euro eingenommen. Daraus waren 111 588 in Spenden geflossen (GZ berichtete). Die restlichen Gelder dienten unter anderem der Zahlung von Miete und Strom, Betriebskosten und der Bildung von Rücklagen für Notfälle.

Die Hälfte der Gesamteinnahmen seit Bestehen des Vereins wurden in den drei Jahren erwirtschaftet, seit man im ehemaligen Norma-Gebäude untergebracht ist. Tendenz steigend. Im ersten Quartal 2018 spülte der Shop mit 694 Euro pro Öffnungstag erneut mehr in die Kasse als im Vorjahr (649 Euro). „Das zeigt, was auch der Raum ausmacht“, so Steinberger.

Nachdem Gabi Bachhuber und Evi Steinberger als Kassenrevisoren eine „äußerst verantwortungsvolle Buchführung“ bescheinigt hatten, stand Entlastung und Neuwahlen des Vorstands nichts im Weg. Nach einstimmigem Votum stehen Reith weiterhin Mariele Stark als geschäftsführende Vorsitzende, Kassierin Margit Steinberger und die Ausschuss-Mitglieder Elfriede Sengl sowie Peter Russ zur Seite. Neu dabei ist Hilde Heckmeier, die das Amt der Schriftführerin von Birgit Arnold übernimmt. Ins Team berufen wurden Roswitha Russ und Jakob Lang als Shopleiter sowie Evi Reith als zusätzliche Kraft im Aussschuss.

Bürgermeister Christian Staudter schloss in sein „Riesen-Danke“ für ein „herausragendes Beispiel ehrenamtlichen Engagements“ auch jene ein, die heuer ausscheiden und für ihre besondere Leistung geehrt wurden.

Mit Blick auf die Feier des 20- jährigen Bestehens am 10. Juni verwies Günter Reith auf ein Programm, das „nach und nach noch erweitert werden wird“. Es sieht ab 11.30 Uhr einen Frühschoppen unter musikalischer Begleitung der Stadtkapelle mit anschließendem Mittagstisch, eine Bürgerring-Modenschau und die Präsentation von Geräten vor, die vom Bürgerring gespendet wurden. Das benachbarte Heimatmuseum wird die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen übernehmen, und auch Feuerwehr und Fußballclub haben ihre Hilfe zugesagt.

Die Ausschüttungen des ersten Quartals:

Aus den Einnahmen des ersten Quartals des Jahres hat der Bürgerring die Ausschüttung von insgesamt 12 840 Euro beschlossen. Diese verteilen sich wie folgt:

3000 Euro fließen in die Kultur- Reihe „Z’sammasitz’n“ im Geisenfelder Seniorenheim.
2500 Euro gehen an die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) im Landkreis (als Zuschuss zu einem sogenannten Konvektomaten, mit dessen Hilfe im Bedarfsfall 120 Helfer verpflegt werden können).
Nochmals die gleiche Summe fließt in Anschaffungen für die Jugendarbeit der Burgschützen Unterpindhart.
Die Feuerwehr Geisenfeld erhält 2040 Euro zur Beschaffung einer elektronischen Überwachungseinheit zum Schutz von Atemgeräteträgern während des Einsatzes.
Über 1500 Euro für die Anschaffung von Mobiliar zur weiteren Aufwertung der DONAUKURIER-Leseecke freut sich die Irlanda-Riedl-Mittelschule.
1300 Euro gehen schließlich an die Feuerwehr Zell für die Anschaffung einer Schmutzwasserpumpe.


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