Geisenfeld (GZ)
Über 600 000
Euro hat der Bürgerring Geisenfeld
seit seiner Gründung vor 20
Jahren gespendet. Angesichts
dieser „grandiosen Leistung“ gingen Bürgermeister
Christian Staudter in seiner Laudatio anlässlich
der Jahreshauptversammlung –
bei der die Führung
des Vereins bestätigt wurde –„die Superlative aus“.

Dem wiedergewählten
Bürgerring-Vorsitzenden Günter
Reith stehen (von links) die
geschäftsführende
Vorsitzende Mariele Stark, Schriftführerin Hilde Heckmeier,
Kassierin
Margit Steinberger, die
Ausschussmitglieder
Evi Reith, Elfriede Sengl
und Peter Russ
sowie die Shopleiter
Roswitha Russ und Jakob Lang zur
Seite
Alles
funktioniere „wie ein
Uhrwerk“; bei dem „kein Radl
ausfällt“, sprach auch der bei
den Neuwahlen im Amt bestätigte
Vorsitzende Günter Reith
den rund 50 ehrenamtlichen
Helfern im Verkauf und hinter
den Kulissen bei der Sitzung im
Geisenfelder Hof seinen Dank
aus. „Es gibt immer was zu tun“,
betonte er mit Blick auf das steigende
Arbeitsaufkommen, das
die Beliebtheit des Shops mit
sich bringe. Unter anderem hatte
man einen Unterstellplatz für
den vereinseigenen Hänger und
die Mülltonnen gebaut und weitere
Regale im Keller angebracht.
Zu den Höhepunkten
der sonstigen Aktivitäten des
Vereins zählte er einen Besuch
in Berlin nebst Begegnung mit
Minister Horst Seehofer.
Als geschäftsführende
Vorsitzende
bescheinigte Mariele
Stark den rund 50 Gästen, dass
sie gemäß dem Motto des Vereins „Miteinander
füreinander“ ihren Beitrag zum Gelingen
des Bürgerring-Konzepts beigetragen
hätten – als zahlendes Mitglied,
Helfer, Spender, Käufer
oder Verbreiter der Idee. Sogar
aus Mindelstetten, Landshut
oder Pfaffenhofen reisen Kunden
an, um im „BÜZ“ (sprich
Bürgerring-Zentrum) zu shoppen. „Da ist
am Samstag oft
mehr los,als in den Supermärkten“,
beobachtet etwa Johann
Rottler. Die ehrenamtlichen
Helfer könnten sich ruhig mal
selber was gönnen, meinte der
Feuerwehrkommandant mit
Blick auf die bisher privat finanzierten
Ausflüge. Das sieht auch
Kulturreferentin Henriette
Staudter so, die nun einen Zuschuss
der Stadt beantragen will.
Von einer wohl einmaligen
Erfolgsgeschichte
legte das Zahlenwerk
Zeugnis ab, das Kassierin
Margit Steinberger für den
hundert Mitglieder zählenden
Verein vortrug. Im vergangenen
Jahr hatte der Bürgerring-Shop an 212 Öffnungstagen mit
dem
Verkauf gespendeter Waren
137 640 Euro eingenommen.
Daraus waren 111 588 in Spenden
geflossen (GZ berichtete).
Die restlichen Gelder dienten
unter anderem der Zahlung von
Miete und Strom, Betriebskosten
und der Bildung von Rücklagen
für Notfälle.
Die Hälfte der
Gesamteinnahmen
seit Bestehen des Vereins
wurden in den drei Jahren erwirtschaftet,
seit man im ehemaligen
Norma-Gebäude untergebracht
ist. Tendenz steigend.
Im ersten Quartal 2018
spülte der Shop mit 694 Euro pro Öffnungstag
erneut mehr in die
Kasse als im Vorjahr (649 Euro). „Das zeigt,
was auch der Raum
ausmacht“, so Steinberger.
Nachdem Gabi Bachhuber
und Evi Steinberger als Kassenrevisoren
eine „äußerst verantwortungsvolle
Buchführung“ bescheinigt hatten, stand
Entlastung und Neuwahlen des
Vorstands nichts im Weg. Nach
einstimmigem Votum stehen
Reith weiterhin Mariele Stark als
geschäftsführende Vorsitzende,
Kassierin Margit Steinberger
und die Ausschuss-Mitglieder
Elfriede Sengl sowie Peter Russ
zur Seite. Neu dabei ist Hilde
Heckmeier, die das Amt der
Schriftführerin von Birgit Arnold übernimmt.
Ins Team berufen
wurden Roswitha Russ und Jakob
Lang als Shopleiter sowie
Evi Reith als zusätzliche Kraft im
Aussschuss.
Bürgermeister Christian
Staudter schloss in sein „Riesen-Danke“ für ein „herausragendes
Beispiel ehrenamtlichen Engagements“ auch jene
ein, die heuer ausscheiden und für ihre besondere
Leistung geehrt wurden.
Mit Blick auf die Feier
des 20-
jährigen Bestehens am 10. Juni
verwies Günter Reith auf ein
Programm, das „nach und nach
noch erweitert werden wird“. Es
sieht ab 11.30 Uhr einen Frühschoppen
unter musikalischer
Begleitung der Stadtkapelle mit
anschließendem Mittagstisch,
eine Bürgerring-Modenschau
und die Präsentation von Geräten
vor, die vom Bürgerring gespendet
wurden. Das benachbarte
Heimatmuseum wird die
Bewirtung mit Kaffee und Kuchen übernehmen, und
auch
Feuerwehr und Fußballclub haben
ihre Hilfe zugesagt. |