In
ihrem Rechenschaftsbericht
hatte die geschäftsführende
Vorsitzende Maria Stark– „Gott sei
Dank“ wie sie lächelnd
kundtat – „mal keinen Umzug“ aufzuführen.
Durch die Überdachung
des Eingangsbereichs
zum Shop sei quasi ein „zusätzlicher
Verkaufsraum“ entstanden,
und neue Regale hätten im
Innern für eine „ordentliche“ Präsentation
derWaren gesorgt, erklärte Stark. An 172 Tagen im
Jahr war der Laden geöffnet. Am
Laufen gehalten von 23 Frauen
und sieben Männern, die hier
ehrenamtlich 5300 Stunden im
Jahr investierten. Was für die
einen eine „beachtliche Leistung“ und für die anderen „ein
wunderbares und sinnvolles
Hobby“ sei, so Stark.
Was im
Gründungsjahr 1998
mit Einnahmen von 71 Euro pro Öffnungstag
begann, ist, wie es
Bürgermeister Christian
Staudter in seiner Dankesrede
formulierte, zur „Erfolgsgeschichte
sondergleichen“ geworden,
die man in umliegenden
Gemeinden deshalb zu kopieren
versuche. 353 Euro Tageseinnahmen
(65 827 Euro im
gesamten Berichtsjahr) führte
der Kassenwart auf. Hinzu
kommen auf der Habenseite
4409 Euro aus Mitgliedsbeiträgen
und Zuwendungen.
Hauptausgaben-Posten waren
wie immer die Gelder, die in gemeinnützige
Projekte in Geisenfeld
fließen. Hinzu kommen
rund 14 000 Euro für Miete, Betriebskosten
und Ausgaben wie
die Anschaffung eines Containers
zum Sammeln nicht mehr
tragbarer Kleidung.
Die
Spendensumme von fast
56 000 Euro im vergangenen
Jahr setzt sich aus vielen Kleinbeträgen
für Vereine, aber auch
aus „großen Batzen“ zusammen:
7450 Euro gingen an den
Sozialfonds der Stadt Geisenfeld,
7000 Euro erhielt die Rettungswache
Geisenfeld für den
Notarztstandort, 6000 Euro die
FFW Zell für die Ausstattung des
Feuerwehrhauses, und je 5000
Euro flossen in Verschönerungsmaßnahmen
des Friedhofs
und in einen Resozialisierungsfonds
für Jugendliche.
Auch Pfarreien, Vereine und
Schulen profitierten vom „Füllhorn“ desBürgerrings.
„Geplättet“ zeigte
sich der
Rathauschef angesichts einer
Auflistung, in der die Stadt als „größter Nutznießer“ erscheint.
Am liebsten würde er jede der
Shopdamen „umarmen und
busseln“ scherzte Staudter, bot
aber stattdessen als Anerkennung
einer „unschätzbaren Tätigkeit
für die Allgemeinheit“ den kostenlosen Besuch
kultureller Veranstaltungenan.
Nachdem die Kassenprüfung
laut Margit Steinberger nichts
an der Buchhaltung zu beanstanden
hatte, stand der Entlastung
der unbezahlten Funktionäre
nichts mehr im Weg.
Abschließend wurde über aktuell
vorliegende Anträge auf Zuschüsse
entschieden.
Neue
Zuschüsse bewilligt: Für
heuer lagen
dem Geisenfelder Bürgerring
schon sieben Anträge
auf Zuschüsse vor, die in der
Hauptversammlung nun allesamt
positiv beschieden
wurden. Zwei nicht fristgerecht
eingereichte Anliegen
sollen bei der nächsten Sitzung
berücksichtigt werden..
Regelrecht „von
den Socken“ zeigte sich Paul Weber
als Leiter der BRK-Rettungswache.
Ohne eine konkrete
Summe zu nennen,
hatte dieser um Unterstützung
für die Anschaffung eines
gebrauchten Rettungswagens
gebeten. Dass ihm
nun 10 000 Euro gewährt
wurden, machte ihn „sprachlos“.
Man wolle eine
möglichst schnelle und sichere
Versorgung für Notfälle
sicherstellen, so die Begründung
des Vorsitzenden
Günter Reith für die hohe
Summe.
Jeweils
1000 Euro bewilligte
man dem Elternbeirat
derörtlichen Grundschule für
das Projekt KidsPro und dem
Ferienpass-Team für seine
Aktivitäten. Über 547 Euro
darf sich der Kindergarten
Regenbogen freuen, der davon
Montessori-Material und
einen mobilen Basketballkorb
anschaffen wird, und
466 Euro erhält das TriTeam
für die Jugendarbeit (Hallenbad-Gebühren). 407
Euro
gehen an die FFW Ilmendorf
für die Anschaffung von Rettungsrucksäcken,
und 400
Euro werden in die Bereitstellung
neuer Sitzbänke im
Ainauer Wald investiert.
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