Geisenfelder Zeitung, Mittwoch, 16. März 2011

Bürgerring: Günter Reith neuer Vorsitzender


Zum Abschied aus dem Amt übergaben
Maria Stark (von links) und Andreas Arnold
dem scheidenden Vorsitzenden
Rainer Steinberger einen Scheck
in Höhe von 500 Euro für die
Selbsthilfegruppe HSP in Anerkennung
seiner achtjährigen Arbeit im Bürgerring.
Amtsnachfolger Günter Reith
wünschte ihm viel Glück für die
zukünftige Aufgabe.

Geisenfeld (zur) Der Bürgerring Geisenfeld bleibt weiter auf Erfolgskurs. Die jüngste Jahresbilanz des Vereins weist eine
enorme Umsatzsteigerung von 42 Prozent aus. Für den am Montag neu gewählten Vorsitzenden Günter Reith eine „sehr
gute Ausgangsposition“.

Reith übernahm die Vereinsleitung von Rainer Steinberger, der nach acht Jahren das Amt niederlegte. Die berufliche Belastung und sein Engagement als Leiter der bundesweit agierenden Selbsthilfegruppe für Menschen mit HSP (Hereditäre Spastische Spinalparalyse) ließen ihm leider keine Zeit mehr für weitere ehrenamtliche Aktivitäten, begründete Steinberger im Rahmen der Jahreshauptversammlung seinen Entschluss. Maria Stark als geschäftsführende Vorsitzende zeigte Verständnis für die Entscheidung und dankte dem scheidenden Vorsitzenden für acht Jahre guter Zusammenarbeit. Günter Reith freute sich über das einstimmige Votum zu seinen Gunsten, und hofft nun, sein „Herzblut positiv einbringen zu können“.

Das vergangene Vereinsjahr stand ganz im Zeichen des Umzugs in die neuen Räume im Ilmgrund, wie Maria Stark deutlich machte. In mehrfacher Hinsicht habe sich der Schritt gelohnt, denn die freundlichen Räume seien für Kunden wie Helfer angenehm und „eine fast 1000 prozentige Verbesserung“, wie Steinberger es mit einem Schmunzeln formulierte. Das belegt die deutliche Steigerung des Umsatzes, die die höheren Betriebskosten mehr als ausgleicht.

Seit der Neueröffnung im September 2010 ist mit dem Mittwochvormittag ein weiterer Öffnungstag hinzu gekommen, der von jungen Müttern zum Stöbern gut angenommen wird, wusste Stark weiter zu berichten. Hier erweise sich die Nähe zu den Schulen und Kindergärten als positiv.

Als schöne Anerkennung wertete Stark es, dass Bürgermeister Christian Staudter den Verein für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen hatte. Gewonnen habe man nicht, aber die Geste allein sei ein Zeichen „dass man unsere Arbeit schätzt“.

Kassier Andreas Arnold stellte die Erfolgsgeschichte des Vereins in greifbaren Zahlen dar. Insgesamt 28 900 Euro Umsatz – das heißt 207,91 Euro pro Öffnungstag – hatten die 15 ehrenamtlichen „Shopdamen“ (denen fünf Herren im Gebäudeunterhalt zur Seite stehen) 2010 erwirtschaftet – fast drei Mal mehr als noch im Gründungsjahr 1998 und eindeutig mit steigender Tendenz.

Insgesamt hat der Verein bislang seit seiner Gründung 125627 Euro für unterschiedlichste Zwecke in seiner Heimatgemeinde gespendet, davon 8905 Euro im vergangenen Jahr.

Heuer sind folgende Anträge positiv beschieden worden: Das Heimatmuseum erhält 400 Euro für die Restaurierung einer Vase und 2500 Euro für Vitrinen, die Klosterjäger 900 Euro für ein Lichtgewehr sowie Schießwesten für die Jugendarbeit und die Stadt Geisenfeld knapp 1000 Euro für eine Ruhebank vor der Stadtpfarrkirche. Der Bürgerbus wird mit 4000 Euro bezuschusst, und in die von Steinmetz Pichlmeier angeregte Gestaltung des Sozialgrabes fließen 2000 Euro. 8000 Euro sind für die Volksschule zurückgestellt (elektronische Whiteboards, Akustik der Klassenzimmer), und 1300 Euro erhält die Realschule Geisenfeld für das Projekt Lion’s Quest.

Für soziale Härtefälle wird es in enger Zusammenarbeit mit der Stadt auch heuer vom Bürgerring Unterstützung geben. Alles in allem eine „gigantische Leistung“, für die Bürgermeister Christian Staudter sichtlich beeindruckt bedankte.

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