Geisenfelder Zeitung, Donnerstag, 24. Februar 2005

Seit 1998 fast 50 000 Euro für gemeinnützige Zwecke

Bürgerring freut sich über 15 Prozent Mehreinnahmen in 2004

Geisenfeld (zur) Seit seiner Gründung im Jahr 1998 hat der "Bürgerring" 48 000 € für gemeinnützige Zwecke gespendet · eine im Vereinsleben nicht nur der Stadt Geisenfeld "einmalige" Leistung. Stellvertretender Bürgermeister Erich Deml sprach im Namen der gesamten Gemeinde "allen Aktiven vor und hinter den Kulissen, in erster Linie jedoch den Damen des Shops" anlässlich der Jahreshauptversammlung seinen Dank aus. Der "Bürgerring" erweise sich als ein "tragfähiges Wirtschaftsunternehmen" und könne durchaus als Musterbeispiel für andere dienen, erklärte Deml schmunzelnd.

Erster Vositzender Rainer Steinberger freute sich, nebem dem stellvertretenden Bürgermeister auch einige Stadträte begrüßen zu können. Er dankte besonders den "Mädels vom Shop" für ihre unermüdliche Arbeit und Peter Mühlbacher für die Instandhaltung der vereinseigenen Homepage.

Durchwegs positiv fiel der Bericht des Kassiers aus. Wie Walter Wank auflistete, wurden im Bürgerring-Shop 2004 satte 15 Prozent Mehreinnahmen im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Mit den 600 € aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden kam man auf eine Gesamtsumme von 13 600 €. Dem gegenüber standen Ausgaben in Form von 7400 € Spenden für gemeinnützige Zwecke und zirka 3200 € für Miete, Strom und Handwerkszeug. Unterstützt hatte der Verein unter anderem die FFW Geisenfeld, die Kindergärten Kleiner Tiger und Bunte Welt, die Grund- und Hauptschule sowie die Bücherei, die jeweils Beträge zwischen 100 und 1000 € erhielten. Jeweils 500 € "investierte" man ins Bürgerfest und in ein Kirchenkonzert, 450 € in die Erweiterung des Friedhof-Fuhrparkes und 275 € in die Restaurierung des Dorfkreuzes in Zell. Für knappe 900 € wurden weitere Ruhebänke angeschafft.
Als traditionelle "Weihnachtsspende" gingen darüber hinaus jeweils 250 € an die Stadt Geisenfeld sowie die katholische und die evangelische Kirche. Der Restbetrag wurde zur Unterstützung von VHS Sprachkursen für Bedürftige genutzt. "Keine Beanstandungen" hatte bei dieser Bilanz Kassenprüferin Margit Steinberger, die verhindert war und ihr Urteil schriftlich mitteilen ließ.

Geschäftsführende Vorsitzende Maria Stark begrüßte in ihrem Jahresrückblick die Bemühungen, den Bürgerring und sein Konzept noch bekannter zu machen : etwa durch die Verteilung von Flyern beim Bürgerfest oder die Reportage bei "IN TV". Als "besonders schöne Geste" wertete Stark die Aktion des Kindergartens Bunte Welt, dessen Sprösslinge mit drei Bollerwagen auszogen, um Spielsachen und Kleidung zu bringen. Dem Bekanntheitsgrad zuträglich seien auch Besichtigungen, wie die durch die Frauenunion oder eine Abordnung des Stadtrates mit Bürgermeister Alter. Mittlerweile besser angenommen werde auch der neu eingeführte Verkauf am Samstag, so Stark weiter.

Anschließend berieten die Vereinsmitglieder über die Verwendung der Einnahmen aus 2004. Rainer Steinberger betonte dabei, dass es keinen" Gewöhnungseffekt" nach dem Motto "Der hat schon immer bekommen, der bekommt wieder" geben dürfe. Generell würden nur auf einen konkreten Antrag hin Zuschüsse gewährt. Das Gremium sagte letztlich dem Schützenverein Alpenrose Ilmendorf für die Anschaffung von Schutzkleidung für Jugendliche 500 €, dem Ferienpass 300 € und dem Heimatmuseum für die Restaurierung historischer Kacheln aus dem 7./8. Jahrhundert 1500 € zu. Ebenfalls unterstützt werden sollen die Grund- und Hauptschule mit einem Pauschalbetrag von 200 € per anno. Die Kolpingfamilie erhält auf Anfrage Erich Demls einmalig 200 € als
Unkostenbeitrag für die Nebenkosten im Kolpingheim.

Prinzipiell zugestimmt wurde dem Antrag des Kindergartens Bunte Welt um weitere Fördermittel für die Anschaffung von Montessori-Material. In welcher Höhe diese Hilfe nötig sein wird, soll im Gespräch mit der Kindergartenleitung geklärt und abschließend von den Damen des Shops festgelegt werden.

Wohl allen Anwesenden aus dem Herzen sprach am Ende Jürgen Staudt, der im Auftrag der Feuerwehr den Dank der Floriansjünger für die Unterstützungü berbrachte: "Wenns den Bürgerring nicht gäb, man müsst ihn glatt erfinden".


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