Geisenfelder Zeitung, Dienstag, 9. Dezember 2025

Berührende Momente

160 Besucher feiern mit demBürgerring traditionelle Waldweihnacht

Von Nadja Atzberger

Geisenfeld - Als am vergangenen Samstag der Nikolaus die Werkstatt betrat, ist ein sichtbares Leuchten durch die Halle gegangen. Die Überraschung des Abends – ein Moment, der zeigte, wie sehr die Waldweihnacht auch Erwachsene berührt.


Miteinander gesungen haben die Besucher der Waldweihnacht in
Geisenfeld. Foto: Nadja Atzberger.

Bürgerring-Vorsitzender Günter Reith dankte gleich zu Beginn allen Helfern – besonders Roland Bachhuber, der die Werkhalle ausgeräumt und mit 160 Besucher feiern mit dem Bürgerring traditionelle Waldweihnacht seinen Schülern der Bayerischen Staatsforsten die Holzdekorationen gefertigt hatte. Auch Gerda Huber vom Sängerverein begrüßte die Gäste und freute sich über den familiären Rahmen des Abends. Musikalisch gaben Sängerverein und Stadtkapelle den Ton an.

Gemeinsam stimmten die Besucher bekannte Lieder wie „Es wird scho glei dumpa“ und „Fröhliche Weihnacht“ an, zwischendurch spielte die Stadtkapelle leise im Hintergrund. Bei Lebkuchen, Stollen, Punsch und Glühwein kamen die Gäste ins Gespräch.

Nicht nur Musik, auch Geschichten sorgten für heitere Momente: Günter Reith las eine kleine Geschichte über einen Bengel im Himmel vor, der nur darauf wartet, endlich einmal selbst das Christkind sein zu dürfen. Danach trat der Nikolaus auf, sagte sein Gedicht „Von drauß’ vom Walde komm ich her“ auf und verteilte kleine Geschenke an die Kinder.

Die Tradition der Waldweihnacht reicht viele Jahre zurück. Früher zog man gemeinsam in den Wald und sang dort. Seit mehreren Jahren feiert man in der Halle – bewusst ohne kommerzielle Einflüsse. „Wir wollen eine ruhige und besinnliche Adventszeit gestalten“, sagte Reith. Die große Resonanz freute ihn besonders: „Ich bin überwältigt, wie viele gekommen sind – und längst nicht nur aus Geisenfeld.“

Auch die Gäste zeigten sich angetan. Lena Dauderer aus Manching lobte die liebevolle Dekoration und freute sich über den Nikolaus. Der fünfjährige Benjamin Faust freute sich besonders über den Nikolaus – und darüber, dass die Oma mitsingt. Ilse Lang aus Wolnzach, nach zwei Jahren Pause wieder dabei, sagte: „Mein Herz gehört weiterhin Geisenfeld. Es ist lobenswert, dass Menschen Verantwortung ü bernehmen und so etwas Herrliches organisieren.“ Nach rund eineinhalb Stunden klang dieWaldweihnacht aus – ruhig, herzlich und mit dem Gefühl, dass Tradition und Gemeinschaft auch unter einem Hallendach ihren Zauber behalten. Oder wie es Besucher beim Hinausgehen sagten: „Schee war’s.“

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