Geisenfeld -
Als am vergangenen
Samstag der Nikolaus die
Werkstatt betrat, ist ein sichtbares
Leuchten durch die Halle
gegangen. Die Überraschung
des Abends – ein Moment, der
zeigte, wie sehr die Waldweihnacht
auch Erwachsene berührt.

Miteinander gesungen
haben die Besucher der Waldweihnacht in
Geisenfeld. Foto: Nadja Atzberger.
Bürgerring-Vorsitzender Günter Reith dankte gleich zu
Beginn allen Helfern – besonders
Roland Bachhuber, der die
Werkhalle ausgeräumt und mit
160 Besucher feiern mit dem Bürgerring traditionelle Waldweihnacht
seinen Schülern der Bayerischen
Staatsforsten die Holzdekorationen
gefertigt hatte.
Auch Gerda Huber vom Sängerverein
begrüßte die Gäste
und freute sich über den familiären
Rahmen des Abends.
Musikalisch gaben Sängerverein
und Stadtkapelle den Ton
an.
Gemeinsam stimmten
die Besucher bekannte Lieder wie „Es wird scho glei dumpa“ und „Fröhliche Weihnacht“ an, zwischendurch
spielte die Stadtkapelle
leise im Hintergrund. Bei
Lebkuchen, Stollen, Punsch
und Glühwein kamen die Gäste
ins Gespräch.
Nicht nur Musik, auch
Geschichten sorgten für heitere
Momente: Günter Reith las
eine kleine Geschichte über
einen Bengel im Himmel vor,
der nur darauf wartet, endlich
einmal selbst das Christkind
sein zu dürfen. Danach trat der
Nikolaus auf, sagte sein Gedicht „Von drauß’ vom Walde
komm ich her“ auf und verteilte
kleine Geschenke an die Kinder.
Die Tradition der Waldweihnacht
reicht viele Jahre zurück.
Früher zog man gemeinsam in
den Wald und sang dort. Seit
mehreren Jahren feiert man in
der Halle – bewusst ohne kommerzielle
Einflüsse. „Wir wollen
eine ruhige und besinnliche
Adventszeit gestalten“, sagte
Reith. Die große Resonanz
freute ihn besonders: „Ich bin überwältigt,
wie viele gekommen sind – und längst nicht
nur aus Geisenfeld.“
Auch die Gäste
zeigten sich
angetan. Lena Dauderer aus
Manching lobte die liebevolle
Dekoration und freute sich über den Nikolaus.
Der fünfjährige
Benjamin Faust freute
sich besonders über den Nikolaus –
und darüber, dass die
Oma mitsingt. Ilse Lang aus
Wolnzach, nach zwei Jahren
Pause wieder dabei, sagte: „Mein Herz gehört weiterhin
Geisenfeld. Es ist lobenswert,
dass Menschen Verantwortung ü
bernehmen und so etwas
Herrliches organisieren.“ Nach
rund eineinhalb Stunden klang
dieWaldweihnacht aus – ruhig,
herzlich und mit dem Gefühl,
dass Tradition und Gemeinschaft auch unter einem Hallendach
ihren Zauber behalten.
Oder wie es Besucher beim
Hinausgehen sagten: „Schee
war’s.“
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